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Die fünf besten Bücher um zu überwintern



Fünf Buchempfehlungen, die unter die Haut gehen: von düsteren Thrillern wie Die Stille vor dem Tod und Todesrache über kluge Hamburg-Krimis wie Blutapfel bis hin zu berührenden Romanen über Leben, Verlust und Neuanfang wie Ende in Sicht und Schwimmen verlernt man nicht. Geschichten voller Tiefe, Spannung und Gefühl.



⭐ Empfehlung für Die Stille vor dem Tod (Cody McFadyen)

Die Stille vor dem Tod ist ein Finale, das unter die Haut geht. Cody McFadyen führt Smoky Barrett und ihr Team an einen Ort, der verstörender und emotionaler kaum sein könnte. Statt reinem Serienkiller-Thrill erwartet dich hier ein tiefes Psychogramm von Trauma, Macht und menschlicher Grausamkeit – dichter erzählt, radikaler im Ton und mutiger als seine Vorgänger.

Wer Smoky über die ganze Reihe begleitet hat, wird hier mit einer Geschichte belohnt, die sich traut, anders zu sein: langsamer, intensiver und gleichzeitig unberechenbar. McFadyen zeigt, wie verletzlich selbst die stärksten Figuren sind, und was es bedeutet, die dunkelsten Räume der eigenen Vergangenheit zu betreten.

Für alle, die Thriller lieben, die mehr sind als Blut und Schnitte – ein Abschluss, der nachwirkt und lange im Kopf bleibt.



⭐ Empfehlung: Blutapfel von Till Raether

Hamburg-Krimi mit Herz, Humor – und echter Tiefe.

Blutapfel ist mehr als ein Krimi. Till Raether verbindet in seinem Ermittler Hannes „Henk“ Vesper Fallarbeit, Menschlichkeit und einen wunderbar zurückhaltenden Humor. Der Roman ist atmosphärisch dicht, leicht melancholisch und gleichzeitig unglaublich warm – typisch Raether: präzise beobachtet, schön sprachlich und nie effekthascherisch.

Der Fall selbst entwickelt sich ruhig, aber stetig fesselnd, getragen von Figuren, die sich echt anfühlen: verletzlich, eigen, gelegentlich kantig. Wer Hamburg-Krimis liebt, die nicht laut, sondern klug sind, wird Blutapfel verschlingen.

Ein empfehlenswerter Einstieg in die Reihe – oder eine kleine Rückkehr zu dem, was gute Kriminalliteratur ausmacht: Charakter, Atmosphäre und ein feiner Blick für das, was Menschen antreibt.



⭐ Empfehlung: Todesrache von Andreas Gruber

Der Pageturner, der dich atemlos zurücklässt.

Mit Todesrache liefert Andreas Gruber einen seiner intensivsten Thriller ab. Der Roman ist temporeich, brutal präzise konstruiert und voller überraschender Wendungen, die dich immer wieder neu ins Geschehen schleudern. Wie gewohnt balanciert Gruber klug zwischen gnadenloser Spannung und feinem psychologischem Spiel.

Walter Pulaski und Evelyn Meyers laufen hier zu absoluter Höchstform auf: Zwei Ermittler, die nicht nur gegen Täter antreten, sondern auch gegen Systeme, Machtstrukturen und ihre eigenen Grenzen. Der Fall ist düster, aufwühlend und treibt mit jedem Kapitel schmerzhafter ins Unvermeidliche.

Wer Thriller sucht, die richtig unter die Haut gehen, bekommt mit Todesrache ein Highlight der deutschsprachigen Spannungsliteratur – kompromisslos, rasant und emotional.




⭐ Empfehlung: Ende in Sicht von Ronja von Rönne

Ein Roman über Tod, der erstaunlich viel über das Leben erzählt.

Ende in Sicht ist ein Buch, das gleichzeitig schwer und leicht ist – eine seltene Mischung, die Ronja von Rönne meisterhaft beherrscht. Die Begegnung zwischen der frustrierten Schlagersängerin Hella und der fünfzehnjährigen, lebensmüden Jules entwickelt sich zu einem Roadtrip voller bissigem Humor, tiefen Verletzungen und zarter Hoffnung.

Von Rönne schreibt direkt, klug und gnadenlos ehrlich. Sie schafft es, die Schwere des Themas Depression mit Wärme und unerwarteter Komik aufzufangen, ohne je zu verharmlosen. Jede Seite hat diesen besonderen Ton, der gleichzeitig schmerzt und tröstet.

Wer Romane sucht, die wehtun dürfen, aber am Ende mit einem kleinen, behutsamen Licht zurücklassen, sollte Ende in Sicht unbedingt lesen. Ein Buch, das nachhallt.




⭐ Empfehlung: Man vergisst nicht, wie man schwimmt von Christian Huber

Warmherzig, witzig, melancholisch – ein Coming-of-Age-Roman, der mitten ins Herz trifft.

Christian Huber erzählt in Schwimmen verlernt man nicht die Geschichte von Pascal, der nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt und dort mit alten Erinnerungen, verpassten Chancen und einer Liebe konfrontiert wird, die nie ganz verschwunden ist.

Was den Roman so besonders macht: Huber schreibt mit einer Leichtigkeit, die immer wieder unterbrochen wird von Momenten stiller Tiefe. Er beobachtet Menschen präzise, liebevoll und mit diesem typischen Humor, der nie laut, aber dafür umso echter ist.

Das Buch fühlt sich an wie ein Sommertag, der plötzlich nach Regen riecht – nostalgisch, warm, ein bisschen weh, aber voller Hoffnung. Eine berührende Geschichte über Freundschaft, Erwachsenwerden, zweite Chancen und die Frage, was es braucht, um wieder obenauf zu kommen.

Für alle, die Geschichten mögen, die sanft heilen und gleichzeitig wunderbar unterhalten.


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